(Quelle: Partner Hund Spezial - Beiheft zu Partner Hund Ausgabe 9, September 2007)

Denken wie ein Hund

Nicht nur Liebe kann den Hund blind und taub für Gefahren machen, auch Jagdtrieb, Spiellust und Neugier lassen ihn Vorsicht vergessen.

Gefahren lauern überall, auch in scheinbar völlig harmlosen Situationen oder wie ein altes Sprichwort sagt: "Der Teufel ist ein Eichhörnchen."

Beim Hund kann dieses Sprichwort sogar wortwörtliche Bedeutung bekommen, wenn der Vierbeiner nämlich ausgerechnet bei der Jagd auf solch einen blinden kleinen Nager unter die - in diesem Fall - leider nicht sprichwörtlichen Räder kommt.

Hundehalter sollten sich daher immer zweier Dinge bewusst sein: Ein Hund sieht und bewertet die Welt ganz anders als wir, und er setzt völlig andere Prioritäten:

So kann unser Vierbeiner vor einer auffliegenden Plastiktüte panische Angst haben, einem fast lautlos rollenden Auto aber keine besondere Bedeutung beimessen. Und genauso verhält es sich auch mit den Prioritäten - ein Hund im Jagdfieber lässt sich nicht von solchen "Nebensächlichkeiten" wie den Straßenverkehr ablenken.

Daher sollte auch der folgsamste Hund an Straßen oder anderen gefährlichen Orten, wie z.B. Grillplätzen, Volksfesten, usw., immer an der Leine geführt werden.

Für Spaziergänge in der Gruppe gilt: Bringen Sie den Hund nicht in Konflikte. Derjenige der die Leine tägt, hat die Kommandogewalt. So vermeiden Sie Situationen, in denen der Hund gar nicht weiß, was er tun soll, weil von rechts Frauchen und von links Herrchen ruf. Außerdem sollte man natürlich einen Hund niemals auf sich aufmerksam machen, locken oder gar rufen, wenn dieser sich auf der anderen Straßenseite befindet - bitte schärfen Sie das auch Ihren Kindern ein.

Tipp

DIESE KOMMANDOS SOLLTEN SITZEN, DENN SIE KÖNNEN IM NOTFALL LEBEN RETTEN:

Wenn diese Kommandos einfach nicht so gut klappen wollen, besuchen Sie mit Ihrem Vierbeiner doch eine Hundeschule. Mit anderen gemeinsam lernt es sich viel leichter, und es macht auch viel mehr Spaß.